Die Marseillaise ist die Nationalhymne von Frankreich. In diesem Beitrag findest du interessante Infos zur Entstehung, den Text der Hymne, die deutsche Übersetzung sowie die Möglichkeit die Marseillaise anzuhören.
Die Entstehung der französischen Nationalhymne
Der ursprüngliche Titel der Hymne war “Chant de guerre pour l’armée du Rhin”, übersetzt “Kriegslied für die Armee des Rheins”. Hintergrund dieses Titels ist die Kriegserklärung an Österreich im April 1792. In dieser Zeit wurde auch die Marseillaise von Claude Joseph Rouget de Lisle verfasst. Die Hymne ist eine Widmung an den Grafen Luckner, der in Cham in der Oberpfalz (Bayern) geboren wurde. Aus diesem Grund erklingt täglich um 12:05 Uhr vom Rathausturm in Cham (Oberpfalz) die Marseillaise als Glockenspiel.
Der Text der Marseillaise
Die erste Strophe und der Refrain:
Allons enfants de la Patrie,
Le jour de gloire est arrivé!
Contre nous de la tyrannie,
L’étendard sanglant est levé.(2x)
Entendez-vous dans les campagnes
Mugir ces féroces soldats?
Ils viennent jusque dans vos bras
Egorger vos fils, vos compagnes.
Refrain
Aux armes, citoyens,
Formez vos bataillons,
Marchons, marchons!
Qu’un sang impur
Abreuve nos sillons!
Die deutsche Übersetzung der Marseillaise
Die deutsche Übersetzung der ersten Strophe und des Refrains:
Auf, Kinder des Vaterlands!
Der Tag des Ruhms ist da.
Gegen uns wurde der Tyrannei
Blutiges Banner erhoben. (2x)
Hört Ihr auf den Feldern
die grausamen Krieger brüllen?
Sie kommen bis vor eure Arme,
Eure Söhne, Eure Ehefrauen zu köpfen!
Refrain
Zu den Waffen, Bürger!
Formiert eure Bataillone,
Vorwärts, marschieren wir!
Damit unreines Blut
unserer Äcker Furchen tränke!
Den gesamten Text der Marseillaise mit Übersetzung findet ihr z.B. unter http://de.wikipedia.org/wiki/Marseillaise#Nationalhymne.
Kritik an der Marseillaise
Die Hymne steht auf Grund der in dem Text geschilderten Gewalttaten häufig in der Kritik. Auch aus diesem Grund brachten Lehrerverbände 1892 die Friedens-Marseillaise im Umlauf. Auch diesen Text findet Ihr z.T. in dem Wikipedia-Artikel.
Melodie
Hier kannst du die Marseillaise hören und den Text mitlesen:
Mich würde interessieren, welche Erfahrungen ihr mit der Hymne gemacht habt? Wann habt ihr sie zum letzten Mal gehört (vielleicht bei der Fussball-WM?). Wie gefällt sie euch? Stört euch der Inhalt der Hymne? Schreib doch einen kurzen Kommentar.
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10 Kommentare bisher ↓
1 coco // 7. Oktober 2008 at 14:56
Naja, mich stört der Inhalt nicht direkt, aber es ist schon sehr seltsam zu hören, wenn man es versteht bzw. weiß um was es sich handelt…
Ich denke gerade als Deutscher muss man sich eher “Fremdschämen” für soeinen Text. Denn dadurch werden ja auch wir unfreiwillig an das erinnert, was Deutschland International in ein schlechtes Licht geworfen hat.
2 Jenny // 22. Oktober 2008 at 00:09
Mich stört der Text nicht, immerhin stimmt es ja und ich finde nicht das sich die Deutschen “Fremdschämen” müssen, als wenn wir die einzigen wären, und was damals passiert ist, dafür kann ja heutzutage keiner mehr was dafür, außerdem gibt es heute überall Krieg und das eigentlich schon immer.
3 ANSI // 24. Oktober 2008 at 20:33
Mich stört der Text überhaupt nicht. Die Melodie gefällt mir, und die Revolution ist für die Franzosen eben wichtig, desshalb haben sie den Text behalten. Einige Stellen werden auch häufig missverstanden. Man muss eben genau die Hinergründe(der Revolution) kennen, um etwas darüber sagen zu können. In deutschland ist ja auch nur noch die dritte Strophe Hymne(ihr wisst ja wieso). Vielleicht kürzen die Franzosen ihre eines Tages auch , und nehmen die meiner Annsicht ungewalttätigse die mit “Amour sacré de la Patrie,” losgeht oder die die Friedens-Marseillaise, aber dann ist die Revolution wieder weg… Wie auch immer, viele Hymnen beinhalten Gewalt. Lassen wir sie einfach Hymnen sein.
4 Andreas Barzen // 8. Juni 2009 at 17:34
ich finde deninhalt des textes sehr brutal besonders, sie kommen und schneiden euren söhnen die kehle durch. meiner meinung nach sollte man eine neue nationalhymne in frankreich einführen
5 Gerlinde Lang // 15. Juni 2009 at 18:59
Ansi, ich finde Du hast recht! Nationalhymnen sind nun mal was Pathetisches, auch die Ialienische und die Russische haben das drauf, der Pathos halt oft was mit Revolution zu tun.
Die Franzosen können, im Gegensatz zu uns, stolz auf ihre Geschichte sein, und unsere Werte, die wir heute schätzen, verdanken wir ja auch zum Teil der Franz. Revolution,die ja eine bürgerliche war, und keine wie unsere kleine 1848. “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” – wer will dem widersprechen! Vielleicht mus große Gewalt in der Not auch mit Gewalt bekämpft werden – aber das ist ein anderes Thema und führt uns zu Che, Castro und dem 30jährigen Krieg!
Vive la Marseillaise!
6 Beau // 26. September 2009 at 15:21
Ha, ha, ha, lieber Andreas! Du sollst das nicht so ernst nehmen. Gott sei Dank, die Franzosen haben einen wunderbaren sens de l’humour (Sinn für Humor?). Wußtet Ihr, was jeder zweite Franzose sagt, nachdem die letzte Zeile gesungen worden ist (… qu’un sang impur abreuve nos sillons.)? Er/sie sagt: poil au croupion!
7 Beau // 26. September 2009 at 18:05
Ich bitte um Entschuldigung.
Darf ich Euch, bitte, fragen, wie wird hier zitiert und wie wird in kursiv geschrieben?
Recht herzlichen Dank im Voraus.
8 Bene // 27. September 2009 at 17:37
Hallo,
kein Problem. Ich wusste es bisher auch nicht…
Hab es jetzt nachgeschaut:
Zitieren geht über <blockquote>Zitat</blockquote>
Kursiv über: <em>kursiv</em>
Ich habe Ihr Kommentar bereits überarbeitet.
9 Beau // 27. September 2009 at 18:56
Oh, lieber Benedikt, ich danke Dir!
Deine Seite ist sehr schön. Obgleich ich eigentlich Deutsch lerne, lerne ich hier sehr viel.
Das heißt die Reziprozität – nein, Entschuldigung! – die Wechselseitigkeit. Tod den Gallizismen! Tod den Anglizismen! – in meinem geliebten Deutsch!
Aber darf ich Dich, bitte, fragen: warum siezt Du mich? Kati hast Du in einem anderen Thread – Entschuldigung: Diskussionsfaden – geduzt:
10 Bene // 27. September 2009 at 19:35
Hi,
danke für deine Nachricht! Das freut mich zu hören.
Ich hatte gedacht, dass du das “Sie” gewählt hast und es deswegen auch genommen.
Das “Du” ist mir aber auch lieber! :-)
Grüße
Benedikt
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